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Dissertationen 2021

Dr.theol. Thomas Gremsl

Ethik 4.0? Neue Herausforderungen in Bezug auf den „Faktor Mensch“ in der digitalen Transformation. Entscheidungsfindung zwischen Menschlichkeit und soziotechnischen (KI-)Systemen unter Zuhilfenahme des Fußballs als Anwendungsbeispiel    

Begutachter: 

Univ.-Prof. i.R. Dr. Leopold Neuhold

 

Abstract

(Sozial-)Ethik ist im Kontext einer zunehmenden Digitalisierung unserer Lebensbereiche in besonderem Maße angefragt, Perspektiven auf eine menschengerechte Gestaltung dieses Wandels zu eröffnen. Im ersten Teil dieser Arbeit wird neben ausgewählten Aspekten einer zunehmend digitalen Gesellschaft – besonders mit Blick auf Künstliche Intelligenz – die Frage diskutiert, warum der „Realisationsfaktor Mensch“ stets Ausgangs-, Mittel- und Zielpunkt dieser Technologien und Veränderungen sein muss. Im zweiten Teil wird der Einsatz von ADM-Systemen zur Entscheidungsunterstützung bzw. -findung und die damit verbundene ethisch wichtige Frage, welche zentrale Stellung der Mensch - und zwar alle Menschen - in diesem Zusammenhang einnehmen muss, erörtert.

Nach Diskussion der ethisch-rechtlichen Regulierungsbedürftigkeit und dem Verweis auf bereits existierende rechtliche Regularien in diesem Bereich wird das wichtige ethische Prinzip der Verantwortung behandelt. Weiters wird gezeigt, dass gerade die Sozialprinzipien der KSL bzw. Sozialethik einen wertvollen Beitrag leisten können, indem sie Orientierung zu einer menschengerechten Gestaltung dieser Transformationsprozesse bieten. Es bedarf eines entsprechenden Rahmens, der die Autonomie menschlichen Handelns sicherstellt. Der dritte Teil verbindet diese ethischen Herausforderungen angesichts soziotechnischer (KI-)Systeme mit dem gesellschaftlichen Massenphänomen Fußball. Unter Bezugnahme ausgewählter sportethischer Schlaglichter werden Chancen und Risiken des Einsatzes solcher Systeme (VAR; GLT) kritisch beleuchtet und dargelegt, dass ein Technologieeinsatz unter dem Aspekt des „richtigen Maßes“ sinnvoll sein kann, aber die Autonomie und Handlungsfreiheit des menschlichen Schiedsrichters auf dem Platz sichergestellt werden muss. Technologische Systeme können den Menschen unterstützen, sie können ihn aber nicht ersetzen. Der Mensch muss im Mittelpunkt bleiben - gerade auch im Spiel Fußball.

Dr.theol. Martin Reiter

Elisabeth von Thüringen und die Elisabethin(n)en. Über die Kunst des Dienens an den Anderen    

Begutachter: 

Univ.-Prof. i.R. DDr. Walter Schaupp

 

Abstract

Über die Kunst des Dienens an den Anderen – so kann kurz und knapp die Frage beantwortet werden, wie die Quintessenz dieser wissenschaftlichen Untersuchung zu beschreiben ist. Sie ist eine Zusammenfassung jenes Charismas, das Leben und Wirken jener Frauen prägte und prägt, die im Mittelpunkt dieses Buches stehen.
Nach einer Auseinandersetzung mit dem allgemeinen Begriff Charisma widmet sich die Arbeit der abwechslungsreichen Geschichte der hl. Elisabeth von Thüringen und der Apollonia Radermecher, der Gründerin des Ordens der Elisabethin(n)en. Beide Gestalten werden vor dem Hintergrund des jeweiligen Zeitkontextes studiert und vor diesem wird ihr Charisma analysiert.
Die hl. Elisabeth zeigt sich dabei als personifizierte „Leuchte des Mittelalters“, deren Strahlen bis in die Gegenwart herein ihre Leuchtkraft erhalten haben. Die Stifterin des Ordens der Elisabethin(n)en, Apollonia Radermecher, wurde von diesen Strahlen erfasst und hat sich vom Vorbild der hl. Elisabeth inspirieren lassen. Nicht nur in ihrem Leben, sondern auch bei der Gründung des Ordens der Elisabethin(n)en war der Leitspruch der hl. Elisabeth Seht, ich habe es euch gesagt, man muss die Armen nur froh machen das essenzielle Element. Es verkörpert damals wie heute den zentralen Aspekt des Ordensauftrags. Seit knapp 400 Jahren versuchen die Schwestern des Ordens der Elisabethin(n)en, diesen Leitspruch der hl. Elisabeth von Thüringen, zu verwirklichen. Die vorliegende Studie versucht zu zeigen, wie sehr dieses Motiv der Dreh- und Angelpunkt im Ordensalltag der Elisabethin(n)en geblieben ist.
Die Kunst des Dienens an den Anderen, wie man das Charisma der Elisabethin(n)en umfassend beschreiben kann, muss auch in die Gegenwart hinein transformiert werden. Studiert wird dies im letzten Hauptteil der Arbeit anhand zweier gegenwärtiger Niederlassungen des Ordens der Elisabethin(n)en – dem Gründungskloster der Schwestern von der hl. Elisabeth in Aachen und jenes der Elisabethinen in Graz. An diesen Beispielen wird aufgezeigt, wie das Charisma der Elisabethin(n)en aktuell verwirklicht und wie mit Herausforderungen der Gegenwart und auch der Zukunft umgegangen wird. Veränderte Umstände und Gegebenheiten erfordern örtlich und zeitlich, sowie politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich angepasste Maßnahmen.
Ein zusammenfassendes Resümee schließt die Arbeit mit einem Blick in die Zukunft ab.

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