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Maria Elisabeth Aigner

Am 17.6.2013 wurde Mag. Dr. Maria Elisabeth Aigner die Lehrbefugnis für das Habilitationsfach "Pastoraltheologie" verliehen.

 

Titel der Habilitationsschrift:

 

"Inszenierte Entdeckungspraktiken. Bibliodrama und Bibliolog als

pastorale Lernorte an der Bruchstelle von Kultur und Religion"

 

Habilitationsschrift zur Erlangung der Lehrbefugnis für das Fach Pastoraltheologie

im Juni 2012 an der Karl-Franzens-Universität Graz.

 

Das Projekt wurde von Rainer Bucher begleitet.

 

 

 

 

Folgend das Exposé zu dieser im Herbst 2014 im Handel erscheinenden Arbeit:

 

Bibliodrama und Bibliolog - inszenierte Entdeckungspraktiken und pastorale Lernorte

 

Bibliodrama und Bibliolog sind gemeinschaftliche, methodisch kreative Zugänge zu biblischen Texten. Mittels Rollenidentifikationen und wechselseitiger Interaktionsformen werden die Inhalte einer Geschichte in Szene gesetzt. Solche Inszenierungsvarianten ermöglichen den Teilnehmenden Selbsterfahrungsprozesse, gleichzeitig erfahren dabei die biblischen Texte eine bestimmte Form der Auslegung. Die Bibliodrama- wie die Bibliologszenen gestalten sich nicht nur disziplinübergreifend und generationenplural sondern auch interkonfessionell und interkulturell.

 

Der vorliegende Band geht der Frage nach, was Bibliodrama und Bibliolog mit Kirche, Pastoral und Theologie zu tun haben und inwiefern diese sehr spezifischen Bewegungen ein interessantes Handlungsfeld pastoraltheologischer Forschung darstellen. Sind sie schlichtweg ein kirchlicher Sonderzustand und Ausnahmefall in der Nische oder lassen sich gerade an diesen Orten wesentliche Merkmale benennen, die für die Kirche an der Bruchstelle von Kultur und Religion von Bedeutung sind?

 

Im Rahmen einer qualitativen Studie, in der Protagonistinnen und Protagonisten beider Szenen befragt wurden wird versucht, die äußerst komplexen, spezifischen Dynamiken und Beziehungskonstellationen dieser Prozesse zu analysieren. Bibliodrama und Bibliolog sind zwar methodisch planbare, in ihren Abläufen jedoch unkontrollierbare, ereignisreiche Phänomene. Die vorliegende Untersuchung will einerseits diesen Phänomenen genauer auf die Spur kommen, andererseits herausfinden, welche Hinweise sich darin für gegenwärtige Kirchenbildungsprozesse entdecken lassen.

 

Die große Stärke dieser Zugänge liegt darin, in der Sicherheit eines Textes zu experimentieren, zu spielen und zu entdecken, sich nach innen und nach außen zu wagen und dabei in eine andere Entwicklung zu kommen. Was bedeutet für pastorale Handlungsfelder das Experiment? Was können sie von diesem so leichten und doch zugleich so ernsten Bühnenspiel lernen? Nach welcher Kriteriologie gelangt die gegenwärtige Pastoral zu einer Entdeckungspraxis, die einem Leben vor Gott wirklich Bedeutung verleiht? Welchen Prozessen muss sich die Kirche aussetzen, damit das, wovon im Evangelium die Rede ist und wovon sie spricht, auch wirklich geschieht?

 

Die vorliegende Arbeit sucht nach Antworten auf diese Fragen und benennt in ihren Ergebnissen vielschichtige gegenseitige Spiegelungen, an denen ersichtlich wird, was diese inszenierten Praktiken zu ernstzunehmenden pastoralen Lernorten werden lässt.

 

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Der Habilitationsvortrag zum Thema "Leben nach der Katastrophe. Trauma und Traumatisierung als Herausforderung für die Seelsorge" fand am 6. Mai 2013 statt und wurde inzwischen in den Stimmen der Zeit 10/2013 publiziert. - Zum Nachlesen

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