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Heimatlos

Freitag, 25.02.2022

Zur Lage in der Ukraine. Eine Projektmitarbeiterin der Grazer Kath.-Theol. Fakultät nimmt Stellung.

Nach 1991 bestand die Hoffnung, den stalinistisch-kommunistischen Kurs durch den Glauben an Freiheit und Unabhängigkeit überwunden zu haben. Die jetzige Sachlage zeigt ein anderes Bild, um nicht zu sagen: die Hoffnungen sind begraben. Natürlich gelten meine größten Sorgen meinen Familienangehörigen in der Ukraine, die ihr Leben vielleicht opfern müssen für eine aussichtslose Situation. Aber ich denke auch mit unausgesprochenem Schmerz an das ganze ukrainische Volk, welches als Nation ausgerottet werden könnte, und die Ukraine als Land ausgelöscht.

Mit einer solchen Entwicklung haben wir in diesem Ausmaß nicht gerechnet, da der Osten zwar schon bisher massiv russisch beherrscht wurde, aber, dass die ganze Ukraine Opfer von Putins Größenwahn wird, haben wir nicht für möglich gehalten.

Meinen Kolleginnen und Kollegen der theologischen Fakultät möchte ich danken für ihre Solidarität und moralische Unterstützung – ich bekomme zahlreiche Mails, SMS etc. Die Universitätsleitung bitte ich, sich noch mehr um ukrainische Studentinnen und Studenten egal welcher Studienrichtung zu kümmern, da diese jetzt vollständig von ihren Verbindungen in ihrer Heimat abgeschnitten sind.

 

Halyna Schweizer ist Projektmitarbeiterin am Institut für Neutestamentliche Bibelwissenschaft, sie stammt aus der Ukraine.

 

 

 

 

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