Elisabeth-Gössmann-Preise 2026
Die Elisabeth-Gössmann-Preise der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz zeichnen herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der theologischen und religionsbezogenen Frauen- und Geschlechterforschung aus. Dieses Jahr feiert der Preis sein 25-jähriges Jubiläum. Mit seiner Einrichtung im Jahr 1991 übernahm die Fakultät eine Vorreiterrolle in Österreich und im deutschsprachigen Raum.
Die Gössmann-Preise 2026 gehen an Dr. Magdalena Hürten (Universität Regensburg) und Nasreen Sarah Shah (Universität Göttingen).
Dr. Magdalena Hürten erhält den Forschungsreis für ihre Dissertation über Missbrauchsfälle in der Gründungsgeschichte der Franziskusschwestern Vierzehnheiligen. Mithilfe des Konzepts der epistemic injustice (epistemische Ungerechtigkeit) der Philosophin Miranda Fricker analysiert Hürten die institutionellen und sozialen Machtverhältnisse, die beeinflussen, wessen Erfahrungen gehört, anerkannt oder zum Schweigen gebracht werden.
Nasreen S. Shah wird für ihre Masterarbeit mit dem Förderpreis ausgezeichnet. Ihre exegetische Arbeit zur fremden Frau in Esra 9–10 analysiert, wie Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit und religiöse Identität in den biblischen Texten miteinander verschränkt werden und zur Ausgrenzung bestimmter Personengruppen beitragen.
Programm
26. November 2026 | HS 47.01 | UZT Heinrichstraße 78, 8010 Graz
| 18:00 BEGRÜSSUNG UND GRUSSWORTE | Univ.-Prof.in Dr. Martina Bär, Vorsitzende der Jury der Gössmann-Preise 2026 Univ. Prof.in Dr. Katharina Pyschny, Dekanin Univ.-Prof. Dr. Joachim Reidl, ZVizerektor für Forschung (angefragt) |
| FESTVORTRAG | ev. Bischöfin Prof.in Dr. Cornelia Richter (Wien) |
| LAUDATIO | Prof.in Dr. Martina Bär |
| PRÄSENTATION DER PREISTRÄGERINNEN | Dr. Magdalena Hürten Nasreen S. Shah, MA |
| FEIERLICHE VERLEIHUNG DER PREISE | |
| 19:30 BUFFET |