Die Exkursion zum Brennerbasistunnel wurde in Kooperation mit Ingenieuren der Montanuni in Leoben durchgeführt, begleitet wurde sie durch den Betriebsseelsorger Peter Meile. Motivation für die Kooperation war die offensichtliche Erfahrung, dass ein Baustellenprojekt, gerade in dieser Größe wie das Brennerbasistunnel, eine hohe Kompetenz von Menschenführung von den Ingenieuren abverlangt. Gleichzeitig gibt es eine überaus positive Erfahrung mit dem Betriebsseelsorger, der gefühlt jeden kennt und immer ein offenes Ohr hat.
Jede Großbaustelle braucht eine Betriebsseelsorge!
Die erfahrungsbasierte Exkursion, die aus einer vierstündigen Erkundung des Tunnels, Austauschtreffen zwischen den Studierenden und Gesprächen mit Geschäftsführung, Auftraggebern und Bauaufsicht bestand, eröffnete bei allen ganz neue Perspektiven. Beeindruckend war, dass die Auftraggeber des Tunnelprojekts von der Notwendigkeit einer Betriebsseelsorge so überzeugt waren, dass am Ende des Gesprächs ein Konsens darin bestand, dass jede Großbaustelle eine Betriebsseelsorge braucht. Die Kollegen von der Montanuni nahmen ebenfalls den Impuls auf, das Thema "Seelsorge und Menschenführung" in das zukünftige Studiencurriculum aufzunehmen.
Und auch für die Theologiestudierenden wurde deutlich, dass Seelsorge immer eine gewisse Feldkompetenz braucht, um überhaupt wirksam arbeiten zu können. Ob es dafür auch im Theologiecurriculum so etwas wie “Arbeits- und Lebenswelten” bräuchte? Jedenfalls war unter den Studierenden und im Gespräch mit der Bauwirtschaft Theologie im Gespräch und gewann an Relevanz.