Im Mai besuchte eine Gruppe Studierender im Rahmen eines Proseminars in der praktischen Theologie das VinziTel – eine „Notschlafstelle mit Hotelcharakter“. Beherbergt wurden dort im letzten Jahr über 470 Bewohner*innen. Sie bekommen nicht „nur“ ein Dach über dem Kopf, sondern ein ehrliches Zuhören, mit dem Herzen Mitgehen und hands-on Akuthilfe. Wir danken herzlichst der Sozialarbeiterin Elisa Ecker, die uns in ihre Welt und die Arbeit dort blicken ließ und uns immer wieder in Staunen versetzte.
Menschen im VinziTel wird mit Wertschätzung und Würde begegnet. Sie werden gefragt: „Was möchtest du erreichen?“ und somit im christlich-jesuanischen Sinne empowered. Sie werden zuallererst beschenkt. Am Sonntag können sie mit Finanzierung des VinziTel gemeinsam kochen, essen und Gemeinschaft teilen. In weiteren Projekten werden sie darin begleitet, eine dauerhafte Wohnung zu finden, und dann „gibt es diese eine Situation, dass dir ein ehemaliger Besucher des VinziTel in seiner Wohnung die Tür öffnet und einen Kaffee serviert“, so war Elisa als Gast zu Besuch.
All das bleibt nicht ohne Spannung – politisch soll „Wohnungslosigkeit abgeschafft werden“, Gelder und Ressourcen werden gekürzt. Ein Blick in den Jahresbericht lohnt sich allemal: https://www.vinzi.at/jahresberichte/), ohne Ehrenamtliche gäbe es das VinziTel in dieser Form schon lange nicht mehr.
(Maria Purkarthofer)